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Susanne Hufe Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ

19,3 Millionen Euro investiert die EU in ein neues Forschungsprojekt unter dem Namen PrexisionTox. Damit verfolgt sie das Ziel, die Entwicklung neuer Methoden zur Prüfung der Chemikaliensicherheit zu beschleunigen und so zum Schutz von Gesundheit und Umwelt beizutragen. Unter der Leitung der Universität Birmingham sind 15 europäische und US-amerikanische Institutionen beteiligt, darunter von deutscher Seite das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Universität Heidelberg.

Das Wissenschaftlerkonsortium wird Informationen aus Genetik, Genom, Stoffwechsel und evolutionärer Entwicklung nutzen, um die Toxizität hunderter Chemikalien zu untersuchen und zu erforschen, wie sie biologische Prozesse stören, die für die menschliche Gesundheit wichtig sind. Diese Ansätze eröffnen ein neues Feld der „Präzisionstoxikologie“, das die Konzepte des Sicherheitsmanagements für Chemikalien auf die gleiche Weise verändern wird, wie die Präzisionsmedizin bereits die Gesundheitsversorgung prägt. Es ist zu erwarten, dass sowohl die Chemikalienpolitik als auch die Chemikalienregulierung dadurch maßgeblich beeinflusst werden.

Den Wissenschaftlern ist es wichtig, dass sie bei ihren Forschungsarbeiten keine Tierversuche mit Säugetieren einsetzen, sondern stattdessen mit wirbellosen Organismen wie Fruchtfliegen, Wasserflöhen, Rundwürmern sowie Embryonen von Zebrafischen und Krallenfröschen arbeiten (wirbellose Organismen und Embryonalstadien werden als Alternativen zum Tierversuch bewertet). Außerdem werden humane Zellkulturen eingesetzt, um Wechselwirkungen mit bestimmten toxikologisch relevanten Signalwegen zu identifizieren. (…)

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